Das Strafienboßeln
Das heutige Straßenboßeln auf den ebenen Asphaltstraßen ist gera­de komfortabel gegen das frühere Straßenboßeln. Damals waren die Straßen aus Klinkern, die rundbuckelig verlegt wurden, so dass die Straße nach den Seiten abfiel. Auf diesen Straßen war es schwierig, die Boßelkugel so zu werfen, dass sie auf dem mittlerem Grad der Straße lief Manche Werfer konnten durch eine ausgefeilte Technik aber gerade auf diesen Straßen große Weiten erzielen.Die heutigen für das Boßelspielfreigegebenen Straßen, meistAsphalt­oder Zementstraßen eignen sich gut für die Boßelkugel.

Boßeln ist ein Mannschaftsspiel
Boßeln ist ein reines Mannschaftsspiel, das heißt es macht keinen Sinn, etwa allein zu boßeln. Dies giltfür das gesellschaftliche Boßeln ebenso wie für das sportliche Boßeln. Damit erfüllt das Boßeln neben dem sportlichen Aspekt auch den kameradschaftlichen Geist. Dies ist auch der Grund, warum das Boßelspiel bei so vielen Menschen in den Verwaltungen, Behörden und Firmen als gesellschaftliches Ereignis Anklang findet. Es gibt beim Boßeln auch keine Beschränkungen hinsichtlich des Alters oder Geschlechts. Jeder kann mitmachen, jeder ist beim Spiel willkommen.

Das gesellschaftliche Boßeln
Das gesellschaftliche Boßeln wird im Nordwesten, d.h. in Ostfriesland, dem Ammerland und zum Teil auch im Emsland und im Oldenburger Land häufig ausgeübt. Es sind vor allem Betriebe, Behörden und Vereine,
die im Winter eines ihrer Feste mit dem Boßeln veranstalten. Gruppen zwischen 8 und 30 Personen sind es meist, die sich an einem frostigen Nachmittag treffen und das Straßenboßeln betreiben.
Sie wählen eine möglichst wenig befahrene Straße und werfen nun, eingeteilt in zwei oder mehr Gruppen die Boßelkugel möglichst weit.
Auszug aus dem Buch ISBN 3-934370-34-9 von Reinhold.Key@t-online.de

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