Zum Spiel werden zwei gleich große Gruppen gebildet, die jede eine Boßelkugel bekommt. Wenn vorhanden, bekommt auch jede Gruppe einen Fänger; sonst genügt einer. Innerhalb der Gruppe wird die Reihenfolge der Werfer festgelegt. Dabei können verschiedene taktische Erwägungen eine Rolle spielen. Die eine Gruppe stellt die stärkeren Werfer an den Anfang und an das Ende der Reihe, andere wollen lieber alle stärkeren Werfer an den Schluss stellen, wieder andere bevorzugen den Wechsel zwischen schwächerem und stärkerem Werfern.

Da hier Frauen und Männer beteiligt sind, empfiehlt sich in der Regel, die beiden Geschlechter wechselweise einzusetzen.

Die Startlinie ist für beide Gruppen gleich. Der erste Werfer versucht, die Boßelkugel möglichst weit zu werfen und rollen zu lassen. Dort, wo die Kugel liegen bleibt, setzt der zweite Werfer an und versucht ebenfalls, einen möglichst weiten Wurf zu erzielen. Die zweite Gruppe versucht, mit der ersten gleichzuziehen oder aber sogar bessere Ergebnisse zu erzielen, so dass sich allmählich ein Abstand zwischen den Gruppen ergibt.

Bleibt eine der Gruppe mit einem Wurf unter dem Ergebnis der anderen Gruppe, z. B. sie erzielt mit vier Würfen nicht so viele Meter wie die andere Gruppen mit drei Würfen, so hat die bessere Gruppe einen “Schöt“ gut gemacht. Der vierte Werfer der besseren Gruppe muss jetzt aussetzen.

Im weiteren Verlauf kann die erste Gruppe versuchen, dies wieder wettzumachen und den ,, Schöt“ wiederzu gewinnen. Gelingt ihr das nicht, bleibt sie etwa wieder unter der Leistung der anderen Gruppe, so hat diese einen weiteren ,, Schöt“ gewonnen. Zum Schluss wird aufgerechnet, wie viele ,,Schät“ der Sieger vorn liegt.
Man kann auch ohne die ,,Schöt-Regel“ spielen, indem eine vorgegebene Strecke, von Dorf A bis Dorf B, mit möglichst wenig Würfen zurückgelegt werden muss. Die Mannschaft, die für die gesamte Distanz die wenigsten Würfe benötigt, hat gewonnen.

Auszug aus dem Buch ISBN 3-934370-34-9 von Reinhold.Key@t-online.de

 

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